Ernährungstipps Krampfadern und Venenleiden

Redaktion
Ernährungs-Tipps bei Venenerkrankungen:

Wie kann man vorbeugen?

Übergewicht reduzieren.
Zu den wichtigsten Faktoren, die das Auftreten und Fortschreiten von Venenerkrankungen begünstigen, zählt das Übergewicht. Jedes Kilo mehr ist eine zusätzliche Belastung für die Beine. Der Rücktransport des venösen Blutes zum Herzen wird mit steigender Körpermasse und vermehrter Fettansammlung im Bauchraum immer mühsamer. Wer weniger Gewicht auf die Waage bringt, ist im Alltag auch meist beweglicher, z. B. Treppensteigen, Fahrrad fahren etc. fallen dann einfach leichter. Und gerade regelmäßige Bewegung und sportliche Betätigung beugen wiederum der Venenschwäche vor.




Kurze Blitz- oder Crash-Diäten sind nicht dazu geeignet Übergewicht abzubauen. Besser ist eine langsame Gewichtsreduktion mit einer kalorienreduzierten und ausgewogenen Mischkost. Fettreiche Speisen und Süßigkeiten werden dafür am besten eine Weile vom Speiseplan gestrichen. Gemüse und Obst sollten hingegen zu jeder Mahlzeit - auch schon zum Frühstück - reichlich auf den Tisch. Genau so wichtig wie die richtige Lebensmittelauswahl ist auch die Einstellung zum Essen. Statt das Essen hektisch in kurzer Zeit zwischen zwei Terminen oder gedankenlos beim Fernsehen herunter zu schlingen, empfiehlt es, ohne Ablenkungen in Ruhe zu essen. Wer sich aufs Essen konzentriert und langsam kaut, wird schneller satt und hat dabei auch mehr Genuss.



Ballaststoffreiche Kost bevorzugen.
Ballaststoffe füllen Magen und Darm, aktivieren die Darmperistaltik und beugen der weitverbreiteten Obstipation (Verstopfung) vor. Gerade bei Venenleiden gilt es Verstopfungen zu vermeiden, denn dabei baut sich ein enormer Druck im Unterbauch und Beckenbereich auf, der den Rückfluss des Blutes aus den Beinen zum Herzen behindern kann.

Zu den ballaststoffreichen Lebensmitteln zählen: Vollgetreideprodukte aller Art wie Vollkornbrot, -nudeln, Müsli, Naturreis, sowie Gemüse, Salate, Hülsenfrüchte und Obst. Ein weiterer Pluspunkt der Ballaststoffe: Sie sättigen gut mit wenig Kalorien. Mit ballaststoffreicher Ernährung kann man deshalb leicht das Gewicht halten oder sogar abnehmen.




Viel Trinken.
Eine reichliche Flüssigkeitszufuhr hilft Thrombosen vorzubeugen und führt auch dazu, dass die ballaststoffreiche Kost ihre positiven Wirkungen voll enthalten kann. (Hohe Ballaststoffaufnahme bei niedriger Flüssigkeitszufuhr kann durchaus zu gefährlicher Verstopfung führen.) Gerade mit steigendem Alter lässt das Durstempfinden häufig nach. Trinken sollte man auch ohne großen Durst. Die empfehlenswerte Menge liegt bei 1,5 - 2 Litern pro Tag. Optimal sind Mineralwasser, verdünnte Säfte, Kräuter- und Früchtetees. Kaffee und schwarzer Tee sind wegen ihrer entwässernden Wirkung weniger geeignet.

Alkohol nur in Maßen konsumieren.
Wein, Bier und andere alkoholische Getränke liefern nicht nur reichlich "leere Kalorien" und begünstigen damit das Übergewicht. Sie haben - ebenso wie die koffeinhaltigen Getränke - eine unerwünschte entwässernde Wirkung. Außerdem erweitert Alkohol die Venen und kann so eine bestehende Venenschwäche noch verstärken.




Reichlich Vitamin C aufnehmen.
Vitamin C hat vielfältige Funktionen im Körper. Am bekanntesten sind seine Wirkungen bei der Infektabwehr und beim antioxidativen Schutz vor Krebs. Vitamin C stärkt aber auch das Bindegewebe. Ein straffes Bindegewebe wiederum hat nicht nur kosmetische Vorteile (weniger Cellulite), sondern hilft auch den Venen, ihre Aufgabe zu erfüllen. Neben Wildfrüchten wie Hagebutte und Sanddorn sind besonders Zitrusfrüchte, Kiwis, Erdbeeren und Johannisbeeren reich an Vitamin C.
Zu den Vitamin C reichen Gemüsen zählen vor allem Paprikaschoten, Kohlrabi, Broccoli und Weißkohl. Frische Gartenkräuter sind ebenfalls eine gute Quelle für das Vitamin. Wie alle wasserlöslichen Vitamine ist Vitamin C sehr hitzeempfindlich, deshalb empfiehlt es sich, immer zumindest einen Teil des Gemüses auch als Rohkost zu verzehren.

Küchenarbeit venenfreundlich gestalten.
Auch schon beim Einkauf von Lebensmitteln und bei der Zubereitung des Essens kann man einiges für seine Venen tun. Schweres Heben und Tragen sind sehr ungünstig für Krampfadern und geschwächte Venen. Großeinkäufe sollte man deshalb am besten in mehrere kleine Taschen füllen und diese dann einzeln tragen.

Längeres Stehen oder Sitzen bei der Küchenarbeit belastet die Venen ebenfalls stark. Denn dabei staut sich das Blut in den Beinen. Hier empfiehlt es sich, immer mal wieder zwischendurch ein paar Schritte zu machen und die Position zu wechseln. Schon durch leichtes Auf-und-Ab-Wippen mit den Füßen oder ein paar kurze Zehenübungen wird die Wadenmuskulatur aktiviert und der Rücktransport des venösen Blutes aus den Beinen unterstützt.

Quelle: www.wdr.de