Ernährung an "drückenden" Tagen

Redaktion
Ernährung an "drückenden" Tagen


von Anja Dannenberg



Der RUNDUM GESUND-Koch Sascha Waller


Zu den weitaus häufigsten Beschwerden in Verbindung mit Wetterwechseln gehören Kreislaufstörungen verbunden mit Migräne und Kopfschmerz. Doch auch mit Ernährung läßt sich einiges erreichen, um diese Beschwerden zu mildern. Was also sollte man essen bei schwachem Kreislauf und Kopfweh? Was sollte man beherzigen, um den geschwächten Körper wieder etwas auf Trab zu bringen?


Ernährungs-Tipps:

Wir empfehlen Wetterfühligen eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse. Nur so bleibt der Körper auch an "schweren" Tagen, an denen der Kreislauf mal nicht so mitspielt, leistungsfähig.
Mit pflanzlicher Kost nimmt man neben den wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen auch so genannte sekundäre Pflanzenstoffe auf. Man kennt mittlerweile mehrere 1000 pflanzliche Farbstoffe, Aromen, Bitterstoffe, schwefelhaltige Verbindungen und Hormone. Die einen wirken antibakteriell, andere regulieren den Cholesterin- und Blutzuckerspiegel oder wirken der Entstehung von Krebs entgegen.



Kohlenhydrate versorgen uns schnell und wirkungsvoll mit notwendiger Energie. Das Frühstück ist mit Vollkornbrot und Käse oder einem nussigen Müsli lecker und gesund. Mit etwas frischem Obst wird die erste Mahlzeit am Tag perfekt abgerundet.


Hier zu Lande heißt es oft: Satt werden durch reichlich Fett. Gemüse bleibt dabei oft auf der Strecke. Gerade an Tagen, an denen man sich schlapp fühlt, meidet man aber besser fettreiche und schwer verdauliche Speisen. Denn sie erfordern viel Verdauungsarbeit und machen nur zusätzlich müde und antriebsarm. Der Kreislauf wird unnötig belastet.

Was hat es mit Rosmarin in Zusammenhang mit Kopfschmerzen und Wetterfühligkeit auf sich? Einige Inhaltsstoffe des Rosmarins wirken ausgleichend auf Nerven und Kreislauf, anregend, entzündungshemmend und durchblutungsfördernd. Rosmarin wird in der Naturheilkunde daher zum Beispiel bei Migräne, Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen empfohlen. Aufgrund seiner stimulierenden Eigenschaften galt es schon früher als beliebter Energiespender.


Kochen à la Saison

Die wertvollen Inhaltsstoffe sind in den jahreszeitlich angebotenen Obst- und Gemüsesorten aus der Region in hoher Dosierung enthalten. Für gesundes Kochen sind sie geradezu ideal. Das natürlich gereifte, saisonale Obst und Gemüse ist meist billiger und schmeckt ganz einfach besser. Auch wer ökologisch Akzente setzen will, sollte zu Früchten "von nebenan" greifen. In den Wintermonaten kann auch Tiefkühlgemüse eine akzeptable Alternative sein.


Trink’ dich fit


Besonders bei starken Kopfschmerz und Kreislaufproblemen sollte man auf keinen Fall das Trinken vergessen! Ernährungsexperten empfehlen Erwachsenen - je nach körperlicher Aktivität - ungefähr 2,5 bis 3,0 Liter Flüssigkeit am Tag aufzunehmen. Etwa ein Drittel davon wird durch die Flüssigkeit gedeckt, die in Speisen enthalten ist. Den Rest müssen wir in Form von Getränken zu uns nehmen.

Besser als gekaufte Produkte aus Konzentrat schmecken frisch gepresste Säfte z. B. aus Orangen, Karotten oder Tomaten. Sie enthalten auch viel mehr wertvolle Inhaltsstoffe als die Varianten aus Flaschen & Co. Eine willkommene Abwechslung bieten selbstgemixte Power-Drinks, aus frischen Früchten, Joghurt, Honig, Mineralwasser und/oder Kräutern. Besonders exotisch und frisch schmeckt ein Drink, wenn er Pfefferminze enthält. In der Naturheilkunde wird Pfefferminze auch bei Kopfschmerzen empfohlen. In Pfefferminzblättern ist ein ätherisches Öl enthalten, dessen Hauptkomponente Menthol ist. Wegen seiner kühlenden und durchblutungsfördernden Eigenschaften verwendet man es gern für verschiedene Erfrischungsgetränke.

Wichtig ist es, die Frucht-Cocktails immer erst kurz vor dem Servieren ganz frisch zuzubereiten, denn Luftsauerstoff und Licht zerstören die hochempfindlichen Vitamine.

Als echten Durstlöscher trinkt man aber am besten Mineralwasser, Fruchtsaftschorlen oder ungesüßten Tee. An alle, die sich gern heraus reden: Ein gesunder Mensch kann niemals zu viel trinken!


Weitere Tipps zum Essen, wenn man sich schlapp fühlt:

Man sollte sich zum Essen entspannt hinsetzen, sich Zeit nehmen und in Ruhe die leichte Kost genießen.
Geregelte Essenszeiten sind jetzt ganz wichtig, keinen Hunger aufkommen lassen.
Mehrere kleine Mahlzeiten sind besser als eine reichhaltige.
An einem solchen Tag sollte auf Reizstoffe wie Kaffee, Tee, Alkohol und Nikotin verzichtet werden. Auch Süßigkeiten sind besser tabu.

Quelle: www.wdr.de