Redaktion
Solarien Wie die Haut keinen Schaden nimmt
Gerade jetzt im Herbst haben Solarien Hochkonjunktur. Die Tage sind kürzer und die Seele hungert nach Licht. Dass viele Dermatologen vor der künstlichen Bräune warnen und darauf hinweisen, dass sie eher schadet als nützt, scheint den meisten eher egal zu sein.
Für das Braunwerden durch natürliche Sonnenstrahlung ist sowohl UVA- als auch UVB-Licht verantwortlich. Der UVB-Anteil des Lichts ist für den Aufbau des natürlichen Sonnenschutzes verantwortlich. Gewöhnt man sich langsam an die Sonne, dann verdickt sich die Hornhaut (Lichtschwiele) und die Melaninproduktion kommt nach und nach in Gang. Übertreibt man es mit dem Sonnenbaden, dann verursachen die UVB-Strahlen einen Sonnenbrand. Lange Zeit galten UVB-Strahlen als alleinige Ursache für Hautkrebs.
Genau deshalb wurden in Sonnenbänken Röhren eingesetzt, bei denen der UVB-Anteil fast vollständig herausgefiltert wurde. Die gegen Sonnenbrand gedachten Röhren produzierten fast ausschließlich UVA-Licht. Mittlerweile weiß man aber, dass UVA-Strahlen nicht nur die Haut älter machen, sondern auch an der Hautkrebsentstehung beteiligt sind. Sie dringen tiefer in die Haut ein als UVB-Strahlen, und sie können im Solarium nur dann braun machen, wenn ihr Anteil weit über dem natürlichen UVA-Gehalt der Sonne liegt. Bei manchen Geräten ist dieser Anteil um das Zehn- bis 15fache erhöht.
Sie sollten ausschließlich Solarien besuchen, die kompetente Beratung, einwandfreie Hygiene und regelmäßig gewartete Geräte bieten.
Beratung inklusive: "Zertifiziertes Solarium"
Achten Sie unbedingt auch auf das Gütesiegel "Zertifiziertes Solarium". Die Kriterien werden durch einen Arbeitskreis unter Leitung des Bundesamtes für Strahlenschutz festgelegt, beteiligt sind auch die Verbände der Solarienindustrie und die Deutsche Krebshilfe.
In einem "zertifizierten Solarium" soll die kompetente und ausführliche Beratung an erster Stelle stehen. Außerdem gibt es enge Vorgaben für die Hygienestandards und an die Wartungsvorschriften der Sonnenbänke. Besucht ein Kunde zum ersten Mal das Solarium, wird er zunächst über Risiken der künstlichen UV-Strahlung aufgeklärt. Eine Broschüre mit Ausschlusskriterien informiert beispielsweise, welche Personen ein Solarium nicht benutzen sollen. Dazu gehören Menschen, die dem Hauttyp 1 angehören (helle Haut, blonde oder rote Haare und helle Augen), jünger als 18 Jahre sind, mehr als 50 Pigmentmale (Leberflecke) haben oder nahe Verwandte haben, bei denen bereits maligne Melanome (Hautkrebs) aufgetreten sind.
Anschließend ermittelt das Personal eines "zertifizierten Solariums" den individuellen Hauttyp des Kunden. Dieser wird anhand von zehn einfachen Fragen - wie die nach der Augenfarbe oder der Anfälligkeit für Sonnenbrand - bestimmt.
Der Hauttyp, der Grad der Vorbräunung und die Zahl der bisherigen Solarienbesuche lassen dann Rückschlüsse auf die Erstbestrahlungsintensität und -dauer zu. Zum Abschluss erstellt das Personal einen Besonnungsplan, in dem genau protokolliert wird, wann wie lange besonnt wird. So können Überdosierungen oder zu kurze Pausen zwischen den Besonnungen vermieden werden. Eine detaillierte Einführung in die Gerätebedienung und die Empfehlung einer Schutzbrille runden das Informationsangebot ab.
Der Kunde entscheidet letztlich über das Angebot. Wenn er bereit ist, sich beim ersten Besuch fünf bis zehn Minuten Zeit für ein Beratungsgespräch zu nehmen, dann profitieren nicht nur die seriösen und kompetenten Solariumbetreiber. Vor allem profitiert das Allerwichtigste: die eigene Gesundheit.
Quelle: www.wdr.de
Gerade jetzt im Herbst haben Solarien Hochkonjunktur. Die Tage sind kürzer und die Seele hungert nach Licht. Dass viele Dermatologen vor der künstlichen Bräune warnen und darauf hinweisen, dass sie eher schadet als nützt, scheint den meisten eher egal zu sein.
Für das Braunwerden durch natürliche Sonnenstrahlung ist sowohl UVA- als auch UVB-Licht verantwortlich. Der UVB-Anteil des Lichts ist für den Aufbau des natürlichen Sonnenschutzes verantwortlich. Gewöhnt man sich langsam an die Sonne, dann verdickt sich die Hornhaut (Lichtschwiele) und die Melaninproduktion kommt nach und nach in Gang. Übertreibt man es mit dem Sonnenbaden, dann verursachen die UVB-Strahlen einen Sonnenbrand. Lange Zeit galten UVB-Strahlen als alleinige Ursache für Hautkrebs.
Genau deshalb wurden in Sonnenbänken Röhren eingesetzt, bei denen der UVB-Anteil fast vollständig herausgefiltert wurde. Die gegen Sonnenbrand gedachten Röhren produzierten fast ausschließlich UVA-Licht. Mittlerweile weiß man aber, dass UVA-Strahlen nicht nur die Haut älter machen, sondern auch an der Hautkrebsentstehung beteiligt sind. Sie dringen tiefer in die Haut ein als UVB-Strahlen, und sie können im Solarium nur dann braun machen, wenn ihr Anteil weit über dem natürlichen UVA-Gehalt der Sonne liegt. Bei manchen Geräten ist dieser Anteil um das Zehn- bis 15fache erhöht.
Sie sollten ausschließlich Solarien besuchen, die kompetente Beratung, einwandfreie Hygiene und regelmäßig gewartete Geräte bieten.
Beratung inklusive: "Zertifiziertes Solarium"
Achten Sie unbedingt auch auf das Gütesiegel "Zertifiziertes Solarium". Die Kriterien werden durch einen Arbeitskreis unter Leitung des Bundesamtes für Strahlenschutz festgelegt, beteiligt sind auch die Verbände der Solarienindustrie und die Deutsche Krebshilfe.
In einem "zertifizierten Solarium" soll die kompetente und ausführliche Beratung an erster Stelle stehen. Außerdem gibt es enge Vorgaben für die Hygienestandards und an die Wartungsvorschriften der Sonnenbänke. Besucht ein Kunde zum ersten Mal das Solarium, wird er zunächst über Risiken der künstlichen UV-Strahlung aufgeklärt. Eine Broschüre mit Ausschlusskriterien informiert beispielsweise, welche Personen ein Solarium nicht benutzen sollen. Dazu gehören Menschen, die dem Hauttyp 1 angehören (helle Haut, blonde oder rote Haare und helle Augen), jünger als 18 Jahre sind, mehr als 50 Pigmentmale (Leberflecke) haben oder nahe Verwandte haben, bei denen bereits maligne Melanome (Hautkrebs) aufgetreten sind.
Anschließend ermittelt das Personal eines "zertifizierten Solariums" den individuellen Hauttyp des Kunden. Dieser wird anhand von zehn einfachen Fragen - wie die nach der Augenfarbe oder der Anfälligkeit für Sonnenbrand - bestimmt.
Der Hauttyp, der Grad der Vorbräunung und die Zahl der bisherigen Solarienbesuche lassen dann Rückschlüsse auf die Erstbestrahlungsintensität und -dauer zu. Zum Abschluss erstellt das Personal einen Besonnungsplan, in dem genau protokolliert wird, wann wie lange besonnt wird. So können Überdosierungen oder zu kurze Pausen zwischen den Besonnungen vermieden werden. Eine detaillierte Einführung in die Gerätebedienung und die Empfehlung einer Schutzbrille runden das Informationsangebot ab.
Der Kunde entscheidet letztlich über das Angebot. Wenn er bereit ist, sich beim ersten Besuch fünf bis zehn Minuten Zeit für ein Beratungsgespräch zu nehmen, dann profitieren nicht nur die seriösen und kompetenten Solariumbetreiber. Vor allem profitiert das Allerwichtigste: die eigene Gesundheit.
Quelle: www.wdr.de