Gehirnforscher erkunden

Gast
Gehirnforscher erkunden den Einfluss des Körpers auf die Gefühlswelt
Mit dem Körper denken
Der Einfluss des Körpers auf geistige Leistungen tritt immer mehr in den Mittelpunkt der neurowissenschaftlichen
Forschungen. Was passiert in unserem Kopf, wenn wir andere Menschen beobachten und verstehen wollen?
Brauchen wir dafür nur unser Gehirn oder auch unsere Körpergefühle? Nun stellen die Wissenschaftler fest, dass
ohne unsere Körpergefühle das Verständnis für das Verhalten anderer Menschen nicht möglich ist. Die subjektiven
Erfahrungen mit dem eigenen Körper, die zu unseren Körpergefühlen führen, sind eine Voraussetzung für differenzierte
Beurteilungen des Geschehens um uns herum. Je besser das Körpergefühl ausgeformt ist, umso intensiver
erleben wir unsere Welt. Ein steigendes Körperbewusstsein und wachsendes Interesse am eigenen Erscheinungsbild
lassen sich seit Anfang der achtziger Jahre feststellen. Der Wunsch nach jugendlicher Frische, nach
leicht gebräunter Haut und einer sportlichen Figur sind ein Grundbedürfnis, das unabhängig vom Alter ist. Gezieltes
Training kann nicht nur einzelne Körperpartien in Form bringen, sondern auch die geistigen Fähigkeiten auf
Trab bringen. Aktive Menschen sind zudem belastbarer, ausgeglichener und fühlen sich einfach wohler in ihrer
Haut. Die Kräfte liegen in der Entwicklung unserer Körpergefühle, weil wir dadurch uns und unsere Umwelt intensiver
erleben. Während Frauen ihr Körpergefühl eher auf Schönheit, Entspannung und Genuss ausrichten, orientieren
sich Männer eher an Fragen attraktiver Erscheinungsformen
und Muskelkraft.
Unser Körper ist offenbar als innerer Simulator notwendig,
um uns selbst und andere besser zu begreifen. Im
Zusammenspiel von Gehirn und Körper werden die besten
Leistungen erzielt. Jedoch steht unzweifelhaft fest,
dass geistige Leistungen von Anfang an auf körperlichen
Vorgängen beruhen, die uns erst das richtige Bild von allem
vermitteln.