Studie zu Melatonan-1

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Melanotan, Bräune und SonnenschutzDie Ankündigungen einer risikolosen Bräunung durch das "Bräunungshormon" Melanotan hat in den letzten Jahren hohe Medien-Wellen geschlagen. Dabei wurde oft übersehen, dass ursprünglich das Hauptargument für diese Form der künstlichen Bräunung der Schutz vor schädlichen UV-Strahlen war. In die Kontroverse um diese schützende Wirkung greift jetzt eine Studie an der University of Arizona, USA, mit dem Wirkstoff Melanotan-1 ein, die in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung unter der Überschrift "Schützende Bräune für Hellhäutige" zusammengefasst wird. Zitat:

"Bei ihrer Studie testeten die Forscher die Wirkung der Substanz an drei Gruppen von Probanden über einen Zeitraum von zehn Tagen bis vier Wochen. Von besonderem Interesse war für sie, welche Effekte Melanotan bei Bestrahlung mit UV- und Sonnenlicht verursacht.

Die erste Gruppe bekam zehn Tage lang eine geringe Dosis der Substanz, während eine zweite Gruppe die doppelte Dosis erhielt. Die dritte Gruppe bekam die größere Menge vier Wochen lang verabreicht. Die Dermatologen setzten Gesäß, Rücken und Nacken der Probanden entweder geringer Menge künstlicher UV-B-Strahlung oder kurzzeitig dem Sonnenlicht aus.

Die Probanden der ersten Gruppe zeigten nur halb so viele Anzeichen von Sonnenbrand wie eine Kontrollgruppe, die nur ein Placebo erhalten hatte, berichten die Forscher. Bei den Versuchen mit der doppelten Dosis bemerkten die Wissenschaftler eine deutlich stärkere Bräunung der Haut. Die Probanden der letzten Testreihe, die am längsten das Melanotan eingenommen hatten, benötigten nur noch die Hälfte der Zeit, um so braun zu werden wie eine Kontrollgruppe. Auch hielt ihre Bräune mehr als drei Wochen länger an als gewöhnlich.

Menschen mit sehr heller Haut könnte Melanotan-1 helfen, eine schützende Bräune zu entwickeln, vermuten die Wissenschaftler. Bei ihnen ist der Pigmentanteil in der Haut zu gering, um vor intensiver Sonneneinstrahlung zu schützen. Die Strahlen dringen daher beinahe ungehindert in das Gewebe ein und erhöhen damit die Wahrscheinlichkeit für Hautkrebs."