Sonne in der Kindheit hilft gegen Multiple Sklerose

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Sonnenlicht reduziert Gefahr einer MSHöhere Sonnenbestrahlung während der Kindheit und der frühen Jugend verringert die Gefahr, später an Multipler Sklerose zu erkranken, so eine Studie, die jetzt in dem renommierten Fachblatt "British Medical Journal" veröffentlicht wurde. Multiple Sklerose ist in den höheren (nördlichen oder südlichen) Breitengraden sehr viel weiter verbreitet, wo die Menschen gewöhnlich ultravioletten Strahlen weniger ausgesetzt sind.

Die Sonne macht den Unterschied

Die Studie wurde in Tasmanien mit 136 MS-Patienten und 272 Vergleichs-Personen durchgeführt. Dabei wurde untersucht, wie intensiv die Befragten früher der Sonne ausgesetzt waren, wie intensiv und mit welchen Mitteln sie sich gegen die Sonne geschützt haben, ob sie Vitamin D zusätzlich als Nahrungsergänzung eingenommen hatten und andere, mit MS assoziierte Daten. Auch Hautschäden, Hauttyp und Hautfarbe gingen in die Untersuchung mit ein.

Ergebnis: Wer sich im Alter zwischen 6 und 15 Jahren häufiger in der Sonne aufhielt (2-3 Stunden pro Tag im Durchschnitt an Sommer-Wochenenden oder in den Ferien) bzw. sich stärker den Sonnenstrahlen ausgesetzt hatte und/oder stärkere Hautschäden aufwies, war deutlich weniger anfällig für Multiple Sklerose.

Winter-Sonne wichtiger

Dabei war für diesen Unterschied offensichtlich die UV-Bestrahlung im Winter wichtiger als die im Sommer.

Die Forscher kommen zu dem Schluss, dass zu wenig UV-Bestrahlung oder zu wenig Vitamin D (wird im Körper selbst ausschliesslich durch UV-Eintrahlung gebildet) oder beides zu einem erhöhten MS-Risiko führt.

Quelle: British Medical Journal
http://bmj.com/cgi/content/full/327/7410/316
http://press.psprings.co.uk/bmj/august/ppr316.pdf