Vitamin D und Multiple Sklerose

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Studie: Risiko bei Frauen um bis zu 40 % gesenktSchützt Vitamin D auch vor Multipler Sklerose?

Vitamin D, das vor allem durch UV-Strahlen im Körper produkziert wird, oder mit der Nahrung oder in Form von Vitamintabletten zu sich genommen scheint das Risiko, an Multipler Sklerose zu erkranken, um bis zu 40 Prozent zu senken. Das berichten amerikanische Ernährungswissenschaftler und Mediziner im Fachblatt "Neurology".

"Die Resultate müssen durch weitere Studien bestätigt werden", so Kassandra Munger von Harvard University in Boston, Massachusetts. "Die Vorstellung, dass man durch schlichte Einnahme von Multivitamintabletten das Risiko für Multiple Sklerose reduzieren kann, ist jedoch sehr aufregend."

Besonnung der Haut entscheidend

Vitamin D wird teils mit der Nahrung aufgenommen, überwiegend aber bei Sonnenschein oder künstlicher Besonnung in der Haut produziert. Da Multiple Sklerose mit zunehmendem Abstand vom Äquator immer häufiger wird, war bereits früher ein Zusammenhang zwischen dem Vitamin und der Erkrankung vermutet worden. Munger und ihr Team werteten nun Daten von rund 190.000 Krankenschwestern aus, deren gesundheitlicher Werdegang und Ernährungsgewohnheiten 10 bzw. 20 Jahre lang verfolgt worden waren.

In diesem Zeitraum erkrankten 173 Teilnehmerinnen an Multipler Sklerose, einer immer noch rätselhaften Entzündung des Zentralnervensystems. Bei jenen Frauen mit der höchsten Gesamtaufnahme des Vitamins trat die Erkrankung 33 Prozent seltener auf als bei jenen mit der niedrigsten Aufnahme. Nahmen die Studienteilnehmerinnen zusätzlich Vitamintabletten, sank ihr Erkrankungsrisiko sogar um 40 Prozent.

Quelle: Neurology, Vol. 62, 13. Januar 2004, pp 60-5
Bericht: http://www.vistaverde.de/news/Wissenschaft/0401/13_ms.htm

MS-Kranke mit geringerer Sonneneinwirkung

Eine statistische Vergleichsstudie untermauert jetzt diese Aussage: Bei der Untersuchung von 5.000 an Multipler Sklerose erkankter Menschen in Großbritannien wurde eine weit unterdurchschnittliche Inzidenz von UV-bedingten Hautschädigungen und Hautkrebs festgestellt. Die Wissenschaftler zogen daraus den Schluss, dass eine Mindestdosis von UV-Strahlung vor MS schützt.