Sonne stoppt Hautkrebs

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Zwei Studien kommen zum gleichen Ergebnis: UV-Licht schützt vor Krebs. Gegenstand der untersuchung waren Hautkrebs und Lymphom.
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Forscher, die sich auf die UV-Strahlen als Ursache für den Hautkrebs "eingeschossen" haben, übersehen dabei oft eine Vielzahl von Faktoren, die mindestens in gleichem Maße als Ursachen infrage kommen: Ernährung, Alkohol, Erbfaktoren und - Radiowellen.

Eine schwedische Studie, die nach den Gründen für das rasche Ansteigen der Hautkrebsfälle in Schweden suchte, machte die Entdeckung, dass die Kurve der Melanom-Erkrankungen steil nach oben stieg, bevor (!) es in Schweden überhaupt Sonnenbänke und Solarien gab und bevor die Reisen in den sonnigen Süden einen relevanten Umfang annahmen.

Stattdessen stiessen die Forscher auf einen völlig neuen Übeltäter: Radiowellen.

Wie wichtig dieser Faktor gegenüber etwa dem Faktor UV-Strahlen tatsächlich ist, so einer der Autoren, Dr. Olle Johansson vom Karolinska Institute in Stockholm, sei noch nicht mit letzter Sicherheit bestimmbar. Aber ein wichtiger Unterschied sei die Tatsache, dass Tag täglich rund um die Uhr unser ganzer Körper den Radio- und Microwellen ausgesetzt seien.

Warnung vor UV-Strahlen schädlicher als die Strahlen selbst

Sein Kollege, der ehemalige Nasa-Wissenschaftler und jetzige Leiter des Sunlight, Nutrition and Health Research Centers, William Grant, geht einen Schritt weiter und behauptet sogar, dass UV-Strahlen unter Umständen sogar Melanom-Bildung verhindere:
"Berufe mit verstärktem Kontakt zu UV-Strahlung, wie Landwirte und Briefträger, zeigen eine geringeres Melanom-Risiko als andere, weniger exponierte Berufe - das zeigen die Studien in Kanada, den Niederlanden und Dänemark."

Tatsächlich könnte die Warnung vor dem Sonnenlicht zu mehr statt zu weniger Hautkrebs führen, da nur durch die UV-Strahlen das lebenswichtige Vitamin D im Körper gebildet werde, das nachweislich für den Schutz gegen verschiedene Krebsarten von ausschlaggebender Bedeutung sei.
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Beschleunigte Zulassung von Hautkrebs-ImpfungImpfen gegen Hautkrebs Ein beschleunigtes Zulassungsverfahren für den Melanom-Impfstoff MDX-010 in Verbindung mit MDX-1379 des amerikanische Biotech- und Pharmakonzerns Medarex Inc. hat die U.S. Food and Drug Administration (FDA) eingeleitet.

Medarex führt derzeit eine Phase III-Studie bezüglich der Kombinationsbehandlung von MDX-010 und MDX-1379 bei Melanomen (schwarzer Hautkrebs) im dritten und vierten Stadium durch.

Das beschleunigte Zulassungsverfahren wird für gewöhnlich bei Medikamenten bewilligt, welche ernsthafte oder lebensbedrohliche Krankheiten behandeln können.

Mit den eigenen Waffen schlagen

Eine Form von Impfung gegen Melanomzellen testen Ärzte und Wissenschaftler derzeit in einer Studie in Großbritannien und Australien. Das berichtet die Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS 2004; 101: 10697-10702).

„Obwohl Melanome nicht von einer Infektion verursacht werden, ist eine Form von Impfung dennoch möglich“, erklärt Vincenzo Cerundolo vom Weatherall Institute for Molecular Medicine in Oxford. Die Melanomzellen produzierten ein charakteristisches Protein namens NY-ESO-1, welches das menschliche Immunsystem erkenne und attackiere: Leider aber normalerweise zu spät.

Das nun getestete Vakzine ist im wesentlichen eine synthetische Form dieses Proteins. Die Wissenschaftler injizieren es Patienten mit einem nachgewiesenen Melanom. Eine Vorstudie des Ludwig Institute for Cancer Research in Melbourne erbrachte laut Cerundolo ermutigende Ergebnisse: Patienten, die nach der Excision des Tumors das Vakzine erhielten, blieben häufiger krebsfrei als Patienten der Vergleichsgruppe ohne diese zusätzliche Behandlung.

Weitere Tests notwendig

Das Institut plant nun eine größere Studie in Großbritannien und Australien – Ende 2005 sollen die ersten Ergebnisse vorliegen, so Cerundolo.