Gast
An der Börse und in den Medien schlägt ein Medikament schon hohe Wellen, das erst frühestens im Jahr 2007 auf den Markt kommen wird und dann als „Bräunen ohne Sonne, Bräunen ohne Risiko“ den Besonnungsmarkt aufmischen soll: Melanotan.
joshi
nun so ganz neu ist dieses Thema ja doch nicht, Melanotan beeinflusst vornehmlich den MIH - Haushalt (melanotropin release inhibiting hormone) ein Hormon welches letztendlich für die Entstehung von Melanozyten (Spezialzellen) verantwortlich ist und gewöhnlich über die Hypophyse und den Hypothalamus reguliert wird. Durch Melanotan kommt es einerseits zur reduzierten Ausschüttung des MIH, jedoch sorgt dies lediglich für eine erhöhte Anzahl an Melanozyten, was wiederum nicht gleichzusetzen ist mit einer tieferen Hautfarbe. Zur Entstehung einer Hautfarbe bedarf es wiederum bestimmte Energien (z.B. UV-Strahlung) um oxydative Vorgänge, einfach gesprochen Bräune auszulösen, dies wiederum kann Melanotan nicht.
Melanotan wird lediglich besonders empfindlichen Hauttypen eine Bräune ermöglichen und anderen Hauttypen eine tiefere Bräune, aber ohne UV-Strahlung wird auch hier keine erhöhte Einlagerung bzw. Bildung an DHICA - Melanin erfolgen, denn dies setzt UV-Strahlung vorraus.
Auch die in Presseberichten erhöhte UV-Abwehr ist nur bedingt, durch entsprechendes Sonnentraining gegeben, denn ohne Ausbildung einer erhöhten Keratinozytendifferenzierung und entsprechende Bildung von Melanosomen ... auch kein UV-Schutz.
Aus meiner Sicht beeinflusst Melanotan den Sonnenstudiomarkt günstig, bislang kaum bräunende Menschen können nun Bräune erlangen, jedoch begründet auf einen natürlich vorgegebenen Stoffwechsel.