hejoe
Zusammenhang schwächer und komplexer als bisher behauptet
In einer umfassenden Studie rücken jetzt Forscher der Universität Texas (M. D. Anderson Cancer Center) die ständig in den Medien wiederholte Behautpung zurecht, dass UV-Strahlen den gefährlichen "schwarzen Hautkrebs" verursachten. Deutlicher sei allerdings die Verbindung von UV-Bestrahlung und den unterschiedlichen Formen des (harmloseren) "weißen Hautkrebs".
Der Studie zufolge gibt es keinen direkten Zusammenhang zwischen den Erbgutschäden, die durch die energiereiche Strahlung entstehen, und dem aggressiven auch malignes Melanom genannten schwarzen Hautkrebs.
Anders beim "weissen Hautkrebs": Hier war die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung umso höher, je mehr Schäden die Erbsubstanz nach der UV-Bestrahlung aufwies.
Gängige Theorien unter der Lupe
Beim hellen Hautkrebs entarten Zellen in den obersten Hautschichten. Er ist zwar sehr häufig, kann jedoch auch in fortgeschrittenen Stadien meist gut geheilt werden, da die Tumoren nur äußerst selten Metastasen bilden.
Der schwarze Hautkrebs, das maligne Melanom, ist dagegen vergleichsweise selten, bildet jedoch extrem schnell Tochtergeschwüre und gehört damit zu den aggressivsten Krebsarten überhaupt.
Für beide Krebsarten wurden bislang hauptsächlich Brüche in den DNA-Molekülen der betroffenen Hautzellen verantwortlich gemacht, die durch UV-B-Strahlung verursacht werden. Probleme mit der Erbgutreparatur und damit eine Neigung zu solchen DNA-Brüchen erhöhen demnach das Hautkrebsrisiko, so die gängige Theorie.
DNA-Brüche erhöhen nur das Risiko für "weißen Hautkrebs"
Um diesen Zusammenhang genauer zu untersuchen, bestrahlten die Wissenschaftler nun Zellen von 238 Melanompatienten, 231 Patienten mit hellem Hautkrebs und 329 gesunden Kontrollprobanden mit UV-B-Licht. Anschließend bestimmten sie die Zahl der DNA-Brüche in den Zellen.
Das Ergebnis: Das Erbgut der Patienten mit hellem Hautkrebs reagierte sehr viel empfindlicher auf die Strahlung als das der Melanompatienten und der Kontrollgruppe. Demnach erhöht die UV-B-Strahlung in Kombination mit einem schlechten DNA-Reparatursystem zwar das Risiko für hellen Hautkrebs um bis zu einem Faktor drei, beeinflusst jedoch nicht direkt die Entstehung des schwarzen Hautkrebses, schließen die Forscher.
lg
hejoe
In einer umfassenden Studie rücken jetzt Forscher der Universität Texas (M. D. Anderson Cancer Center) die ständig in den Medien wiederholte Behautpung zurecht, dass UV-Strahlen den gefährlichen "schwarzen Hautkrebs" verursachten. Deutlicher sei allerdings die Verbindung von UV-Bestrahlung und den unterschiedlichen Formen des (harmloseren) "weißen Hautkrebs".
Der Studie zufolge gibt es keinen direkten Zusammenhang zwischen den Erbgutschäden, die durch die energiereiche Strahlung entstehen, und dem aggressiven auch malignes Melanom genannten schwarzen Hautkrebs.
Anders beim "weissen Hautkrebs": Hier war die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung umso höher, je mehr Schäden die Erbsubstanz nach der UV-Bestrahlung aufwies.
Gängige Theorien unter der Lupe
Beim hellen Hautkrebs entarten Zellen in den obersten Hautschichten. Er ist zwar sehr häufig, kann jedoch auch in fortgeschrittenen Stadien meist gut geheilt werden, da die Tumoren nur äußerst selten Metastasen bilden.
Der schwarze Hautkrebs, das maligne Melanom, ist dagegen vergleichsweise selten, bildet jedoch extrem schnell Tochtergeschwüre und gehört damit zu den aggressivsten Krebsarten überhaupt.
Für beide Krebsarten wurden bislang hauptsächlich Brüche in den DNA-Molekülen der betroffenen Hautzellen verantwortlich gemacht, die durch UV-B-Strahlung verursacht werden. Probleme mit der Erbgutreparatur und damit eine Neigung zu solchen DNA-Brüchen erhöhen demnach das Hautkrebsrisiko, so die gängige Theorie.
DNA-Brüche erhöhen nur das Risiko für "weißen Hautkrebs"
Um diesen Zusammenhang genauer zu untersuchen, bestrahlten die Wissenschaftler nun Zellen von 238 Melanompatienten, 231 Patienten mit hellem Hautkrebs und 329 gesunden Kontrollprobanden mit UV-B-Licht. Anschließend bestimmten sie die Zahl der DNA-Brüche in den Zellen.
Das Ergebnis: Das Erbgut der Patienten mit hellem Hautkrebs reagierte sehr viel empfindlicher auf die Strahlung als das der Melanompatienten und der Kontrollgruppe. Demnach erhöht die UV-B-Strahlung in Kombination mit einem schlechten DNA-Reparatursystem zwar das Risiko für hellen Hautkrebs um bis zu einem Faktor drei, beeinflusst jedoch nicht direkt die Entstehung des schwarzen Hautkrebses, schließen die Forscher.
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