Stress-Diät

Redaktion
Stress-Diät
Der Nervöse, der schlankmachendes Nervenfutter erwartet, wird enttäuscht. Wer meint, mit dieser Diät aus der Not (dem Stress) eine Tugend (Abnahme) machen zu können, liegt ebenfalls falsch. Die Kost für ein gutes Nervenkostüm müsste aus dem Anti-Stress-Mineralstoff Magnesium, den "Nerven"-Vitaminen der B-Gruppe und aus der Nervennahrung Nummer Eins, den Kohlenhydraten, aufgebaut sein. Und das entspricht den kohlenhydratreichen Abspeckkuren mit reichlich Vollkorn und Gemüse. Doch die pseudo-wissenschaftliche Fettschmelze mit dem missverständlichen Namen "Stress-Diät" setzt auf etwas anderes: Stress jeder Art sei an sich eine gute Voraussetzung zum Abnehmen. Wer Stress hat, versetzt seinen Körper in eine Art Alarmstimmung, die zur Mobilmachung der Energie - sprich von Kohlenhydraten und Fettreserven - führt. Doch Stress macht nur schlank, wenn die ganze Mobilmachung der Energiereserven auch zur biologisch erwünschten Reaktion führt. Und die heißt je nach Gefahrenlage: Angriff oder Flucht. In jedem Fall ist damit aber körperliche Aktivität gemeint. Ohne die geht gar nichts in Sachen Fettschmelze. Wer dagegen den Stress in sich hinein frisst, lagert das mobilisierte Fett nur in den Gefäßen ab.

Quelle: Barmer Krankenkasse