Lutz-Diät

Redaktion
Lutz-Diät
Der Arzt Dr. Wolfgang Lutz gehört zu den Propagandisten kohlenhydratarmer Diäten. Sein Ansatz: "Mehlerzeugnisse machen jeden Fleischesser dick." Sie werden in seinem Programm deshalb vom Speiseplan gestrichen. Dies ist die österreichische Variante der Atkins-Diät. Dr. Lutz schlägt den Bogen von der Eiszeitjäger-Diät bis zum Selbstversuch und kommt zu dem Schuss: Mit den Kohlehydraten kamen die Zivilisationskrankheiten. Und gegen Fettleibigkeit setzt er auf konsequenten Verzicht von Kohlenhydraten. Fett darf dagegen (reichlich) gegessen werden. Die Umwandlung von Nahrungskohlenhydraten in Körperfett findet allerdings nach neueren Untersuchungen keineswegs in dem Maße statt, wie Dr. Lutz behauptet. Der Ansatz einer kohlenhydratarmen Ernährung als Schlankheitsdiät ist out; vielleicht ist das Diätprinzip nach Rücksprache mit einem Arzt bei bestimmten Darmerkrankungen einen Versuch wert, wobei dann auf wenig Zucker und mehr Ballaststoffe gesetzt wird. Eine generelle Empfehlung für ein "Leben ohne Brot" kann keinesfalls gegeben werden. Im Gegenteil: Brot und andere Getreideprodukte sind - neben Obst, Gemüse und Kartoffeln - die Säulen einer Fitmacher-Ernährung. Der Speiseplan erlaubt viel Geflügel, Fisch sowie Wurst und Fleisch, das sogar fett sein darf, wie z.B. Schweinebraten und Schnitzel. Dazu gibt es Eier und Milchprodukte (auch Butter), sogar das eine oder andere Glas Bier! Nur sehr begrenzt erlaubt sind Obst, Rohkost, Gemüse, Kartoffeln, Reis, Nudeln und Vollkornprodukte. Kein Wunder, dass sich oft Heißhunger darauf einstellt.

Quelle: Barmer Krankenkasse