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Bei der Konferenz zur Reduzierung gesundheitlicher Risiken bei Solariumnutzung ist erneut das Stichwort sonnen ab 18 Jahren in Deutschalnd.
Von: Tom Zylla
Quelle: Medien Mitteida
Von: Tom Zylla
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| Bundesregierung plant Mindestalter für Solariumbesuche Jeden Tag wird sie von tausenden von Menschen benutzt - die künstliche Sonne im Solarium. Doch welche Gefahren stecken hinter der übermäßigen Nutzung und mit welchen gesundheitlichen Risiken ist der Gang in das Studio verbunden? Sonnenbank in einem Solarium (Foto: Tom Zylla) Die beratende Strahlenschutzkommission des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit rät von der Solariumsnutzung grundsätzlich ab. So hat die tief in die Haut eindringende UV-Strahlung bei übermäßiger Nutzung viele Risiken. Unter anderem eine vorzeitige Hautalterung, eine Trübung der Augenlinse (Grauer Star) und Hautkrebs können die Folgen sein. Da in den europäischen Mitgliedstaaten keine einheitlichen Regelungen zur kosmetischen Nutzung von Solarien existieren, veranstaltet EUROSKIN (European Society of Skin Cancer Prevention) vom 14. bis 17. Oktober 2007 die "5. Internationale Konferenz zur Reduzierung gesundheitlicher Risiken bei der Solariumsnutzung". Dort soll unter anderem über die Erfahrung mit gesetzlichen Regelungen, wie sie bereits in Spanien und Frankreich bestehen, aber auch mit freiwilligen Festlegungen, bisher beispielsweise in England und Deutschland, diskutiert werden. Spanien hat eine technische Begrenzung der Geräte bei der Bestrahlungsstärke gesetzlich verankert. Als ersten Schritt gab es ab Juli diesen Jahres eine einheitliche EU-Regelung zur technischen Begrenzung der Bestrahlungsstärke in Solarien auf 0,3 Watt/m². Dies hat auch für den Verbraucher Vorteile: So hält die über einen kontinuierlichen Zeitraum erreichte Bräune länger an. Viel wichtiger aber ist eine einheitliche Regelung für Kinder und Jugendliche unter 18. Denn gerade die Haut von Kindern und Jugendlichen ist besonders empfindlich auf starke UV-Strahlung und hat erst ab dem 18. Lebensjahr einen fast gleichwertigen UV-Selbstschutz aufgebaut, wie Erwachsenenhaut. Die Bundesregierung plant daher für 2009 ein Gesetz, das ein Mindestalter von 18 Jahren für Solarienbesucher vorsieht. Nicht alles ist schlecht Doch der Solariumsbesuch ist nicht unbedingt immer ein gesundheitlicher Nachteil. Auch Vorteile gilt es aufzuzeigen: So wird auf der Konferenz ein Hauptaugenmerk auf das Vitamin D fallen, welches für die Regulierung des Calcium–Spiegels im Blut verantwortlich ist. Es wird nur in der Haut gebildet. Dazu wird allerdings nur ein Teil der UV-Strahlung, die UV-B-Strahlung, benötigt. Vor allem ältere Menschen leiden an einem Vitamin D Mangel. Da in Zukunft der Altenanteil steigt, öffnet sich ein neues Marktsegment für die Hersteller von Sonnenbänken. Diese Kunden sind nicht an "Powerbräune" interessiert, sondern können gesundheitlich von der Herabsetzung der Bestrahlungsstärken profitieren. |
Quelle: Medien Mitteida