Atkins-Diät

Redaktion
Atkins-Diät

Bei der Atkins-Diät wird die Zufuhr von Kohlenhydraten drastisch eingeschränkt - zunächst auf fast Null; später nach und nach minimal erhöht. Fleisch, Eier, Fisch, Käse, fette Mayonaise dürfen dagegen in unbegrenzter Menge gegessen werden. Unabhängig vom Anteil tierischer Fette. Während der Verzehr von tierischem Fett in Mengen propagiert wird, werden statt der Kalorien Kohlenhydrate gezählt. Täglich wird mit einem Urinteststäbchen kontrolliert, ob der Körper Ketonkörper (ein Stoffwechselprodukt, das bei dieser einseitigen Ernährung entsteht) bildet und ausscheidet, denn dies wird als wünschenswert angesehen. Bei dieser einseitigen Ernährung kommt es rasch zu Gewichtsverlust - am Anfang vor allem durch Wasserverlust. Es besteht die Gefahr eines Vitamin-, Ballaststoff- und Mineralstoffmangels. Die vielen tierischen Fette führen leicht zu erhöhter Cholesterin- und Purinzufuhr. Daher kommt es häufig zu Verstopfung (dies erhöht möglicherweise das Risiko für Dickdarmkrebs), Mundgeruch, Benommenheit und Müdigkeit. Die Empfehlung viel zu trinken ist bei dieser Diät lebensnotwendig, damit die Nieren die gebildeten Ketonkörper und Harnsäure ausscheiden können. Besonders Schwangeren, Nieren- und Leberkranken sowie Alkoholikern wird aus medizinischer Sicht von dieser Diät unbedingt abgeraten. Auch für Herz- und Gefäßerkrankungen, Gicht und Arteriosklerose besteht ein erhöhtes Risiko. Die Atkins-Diät hat keinen Lerneffekt bezüglich gesunder Ernährung.

Quelle: Barmer Krankenkasse