Redaktion
Ernährungstipps
von Anja Dannenberg
Wie organisiere ich meinen Alltag? Gibt es neue Therapiemöglichkeiten oder Medikamente, die helfen?
Eine allgemeine "Allergie-Diät" gibt es nicht. Die Behandlung einer Lebensmittelallergie liegt in der konsequenten Vermeidung des/der Allergens/e.
Einige Nahrungsmittel verlieren durch den Garprozess (Kochen, Dünsten, Braten) ihre allergene Potenz bzw. sie verursachen auf diese Weise keine unerwünschten Wirkungen. Durch Trocknen kann das Gleiche bewirkt werden (z.B. Kräuter).
Essen Sie vor allem abwechslungsreich, damit Sie ausreichend mit allen Nährstoffen, die Ihr Körper braucht, versorgt sind. Eventuelle Nährstoffdefizite, bedingt durch das Weglassen des allergieauslösenden Lebensmittels bzw. der allergieauslösenden Substanz, sind durch andere Lebensmittel auszugleichen.
Täglich sollte man sich 5 Portionen Obst und Gemüse schmecken lassen, davon möglichst ein Teil roh. Auch wenn Sie auf bestimmte Gemüse- und Obstsorten allergisch reagieren, bleibt Ihnen noch eine große Auswahl.
Beim Einkauf von verpackten Lebensmitteln auf die Zutatenliste schauen und nach Ihrem Allergen suchen. Achtung: Hersteller ändern die Rezeptur ihrer Produkte von Zeit zu Zeit.
Alle Lebensmittel, deren Zusammensetzung Sie nicht genau kennen, besser meiden. Weitestgehend auf Fertiggerichte bzw. vorgefertigte Produkte zu verzichten, denn die Deklarationspflicht über die Inhaltsstoffe ist zur Zeit noch lückenhaft. Bäcker und Metzger helfen Ihnen bei Nachfrage sicher gern weiter und geben Auskunft, ob das Produkt "allergenfrei" ist. Viele Lebensmittelhersteller bieten im Internet oder per Post Zutatenlisten bis ins kleinste Detail an und geben Allergikern genaue Auskunft.
Um dennoch in der Küche Zeit zu sparen, können Sie viele Gerichte in größeren Mengen zubereiten und Portionsweise einfrieren. Das hat auch noch folgenden Vorteil: Durch kurzes Kochen (ca. 2 Minuten) oder Einfrieren (ca. 2 Wochen) verlieren Obst und Gemüse vielfach ihre allergene Potenz.
Auch das Kantinenessen kann für Allergiker zu Problem werden. Um auf Nummer sicher zu gehen, nimmt man sich am besten für die Pause von zu Hause die Verpflegung mit.
Viele Allergiker haben im Alltag Probleme, vielfach werden sie nicht verstanden oder haben Angstzustände. Da kann ein Austausch mit anderen Betroffenen helfen. Es gibt viele gemeinnützige Organisationen und Selbsthilfegruppen, die ein Kontaktforum schaffen und Informationen bieten.
Wer sich bei der Zusammenstellung seines Speiseplans unsicher ist, sollte sich Rat bei einem Ernährungswissenschaftler oder Diätassistenten suchen.
Medikamentöse Behandlung von „echten“ Lebensmittelallergien
Lebensmittelallergien können in der Regel medizinisch nicht geheilt werden. Verschiedene Mittel können allerdings die Beschwerden lindern:
Bei Auftreten von schwachen allergischen Reaktionen kann ein Antihistaminikum oder lokale Mastzellstabilisatoren eingenommen werden. Diese wirken dem freigesetzten Histamin entgegen. Für Allergiker kann es sinnvoll sein, immer ein Antihistaminika dabei zu haben.
Bei schweren Allergien werden zusätzlich noch Cortikoide (Cortison) eingesetzt. Hier sollte man sich ausführlich über die Dosierung im Falle einer Allergie informieren lassen.
Mastzellstabilisatoren verhindern die Ausschüttung von Histamin
Nahrungsmittelallergien mit schweren Symptomen können medikamentös behandelt werden. Bei Magen-Darm-Erkrankungen wird eine vorbeugende Gabe von Cromoglycinsäure empfohlen. Cromoglycinsäure ist ein Antiallergikum, das die Freisetzung von Entzündungsmediatoren aus den Mastzellen hemmt.
Die spezifische Hyposensibilisierung funktioniert bei Lebensmittelallergien im Gegensatz zu Inhalationsallergien bisher nicht. Zugelassene Therapieextrakte aus Lebensmitteln gibt es demnach auch nicht. Die Forschung ist allerdings auch in diesem Bereich voll im Gange. Als Testallergene sind zur Zeit über 200 verschiedene Lebensmittelextrakte erhältlich.
Quelle: www.wdr.de
von Anja Dannenberg
Wie organisiere ich meinen Alltag? Gibt es neue Therapiemöglichkeiten oder Medikamente, die helfen?
Eine allgemeine "Allergie-Diät" gibt es nicht. Die Behandlung einer Lebensmittelallergie liegt in der konsequenten Vermeidung des/der Allergens/e.
Einige Nahrungsmittel verlieren durch den Garprozess (Kochen, Dünsten, Braten) ihre allergene Potenz bzw. sie verursachen auf diese Weise keine unerwünschten Wirkungen. Durch Trocknen kann das Gleiche bewirkt werden (z.B. Kräuter).
Essen Sie vor allem abwechslungsreich, damit Sie ausreichend mit allen Nährstoffen, die Ihr Körper braucht, versorgt sind. Eventuelle Nährstoffdefizite, bedingt durch das Weglassen des allergieauslösenden Lebensmittels bzw. der allergieauslösenden Substanz, sind durch andere Lebensmittel auszugleichen.
Täglich sollte man sich 5 Portionen Obst und Gemüse schmecken lassen, davon möglichst ein Teil roh. Auch wenn Sie auf bestimmte Gemüse- und Obstsorten allergisch reagieren, bleibt Ihnen noch eine große Auswahl.
Beim Einkauf von verpackten Lebensmitteln auf die Zutatenliste schauen und nach Ihrem Allergen suchen. Achtung: Hersteller ändern die Rezeptur ihrer Produkte von Zeit zu Zeit.
Alle Lebensmittel, deren Zusammensetzung Sie nicht genau kennen, besser meiden. Weitestgehend auf Fertiggerichte bzw. vorgefertigte Produkte zu verzichten, denn die Deklarationspflicht über die Inhaltsstoffe ist zur Zeit noch lückenhaft. Bäcker und Metzger helfen Ihnen bei Nachfrage sicher gern weiter und geben Auskunft, ob das Produkt "allergenfrei" ist. Viele Lebensmittelhersteller bieten im Internet oder per Post Zutatenlisten bis ins kleinste Detail an und geben Allergikern genaue Auskunft.
Um dennoch in der Küche Zeit zu sparen, können Sie viele Gerichte in größeren Mengen zubereiten und Portionsweise einfrieren. Das hat auch noch folgenden Vorteil: Durch kurzes Kochen (ca. 2 Minuten) oder Einfrieren (ca. 2 Wochen) verlieren Obst und Gemüse vielfach ihre allergene Potenz.
Auch das Kantinenessen kann für Allergiker zu Problem werden. Um auf Nummer sicher zu gehen, nimmt man sich am besten für die Pause von zu Hause die Verpflegung mit.
Viele Allergiker haben im Alltag Probleme, vielfach werden sie nicht verstanden oder haben Angstzustände. Da kann ein Austausch mit anderen Betroffenen helfen. Es gibt viele gemeinnützige Organisationen und Selbsthilfegruppen, die ein Kontaktforum schaffen und Informationen bieten.
Wer sich bei der Zusammenstellung seines Speiseplans unsicher ist, sollte sich Rat bei einem Ernährungswissenschaftler oder Diätassistenten suchen.
Medikamentöse Behandlung von „echten“ Lebensmittelallergien
Lebensmittelallergien können in der Regel medizinisch nicht geheilt werden. Verschiedene Mittel können allerdings die Beschwerden lindern:
Bei Auftreten von schwachen allergischen Reaktionen kann ein Antihistaminikum oder lokale Mastzellstabilisatoren eingenommen werden. Diese wirken dem freigesetzten Histamin entgegen. Für Allergiker kann es sinnvoll sein, immer ein Antihistaminika dabei zu haben.
Bei schweren Allergien werden zusätzlich noch Cortikoide (Cortison) eingesetzt. Hier sollte man sich ausführlich über die Dosierung im Falle einer Allergie informieren lassen.
Mastzellstabilisatoren verhindern die Ausschüttung von Histamin
Nahrungsmittelallergien mit schweren Symptomen können medikamentös behandelt werden. Bei Magen-Darm-Erkrankungen wird eine vorbeugende Gabe von Cromoglycinsäure empfohlen. Cromoglycinsäure ist ein Antiallergikum, das die Freisetzung von Entzündungsmediatoren aus den Mastzellen hemmt.
Die spezifische Hyposensibilisierung funktioniert bei Lebensmittelallergien im Gegensatz zu Inhalationsallergien bisher nicht. Zugelassene Therapieextrakte aus Lebensmitteln gibt es demnach auch nicht. Die Forschung ist allerdings auch in diesem Bereich voll im Gange. Als Testallergene sind zur Zeit über 200 verschiedene Lebensmittelextrakte erhältlich.
Quelle: www.wdr.de